Warum Organisationen Assets kennzeichnen
Die Seriennummer des Herstellers zeigt, welches Exemplar im Werk gebaut wurde. Sie zeigt aber nicht, wer das Gerät nutzt, welche Abteilung es bezahlt hat oder wann es ersetzt werden sollte. Diese Fragen muss die Organisation selbst beantworten. Das Inventaretikett schließt diese Lücke: Es ist eine Nummer, die die Organisation selbst vergibt und kontrolliert, sobald das Gerät in Betrieb geht. Sie bleibt so lange mit dem Datensatz verknüpft, wie die Organisation das Gerät besitzt.
Das Etikett hält auch dort, wo andere Kennungen versagen. Die Seriennummer eines Laptops steht auf einem Aufkleber, der verblassen oder unter dem Gerät verschwinden kann. Eine im Rahmen der Garantie getauschte Festplatte bekommt eine neue Seriennummer, der Computer bleibt aber derselbe. Ein dauerhaftes, sichtbares Etikett am Gehäuse hält die Inventarnummer konstant, egal was mit den Komponenten im Inneren passiert. Am besten wirkt es als eine Kennung innerhalb eines Programms für das IT-Asset-Management und nicht als loser Aufkleber.
Gängige Etikettenformate
Unabhängig vom Format ist das physische Etikett nur die halbe Lösung. Es bekommt Bedeutung erst zusammen mit einem Datensatz in der Software, etwa in einer Configuration Management Database, der festhält, worauf sich die Nummer bezieht, wer dafür verantwortlich ist und wo das Gerät stehen sollte.
| Format | Funktionsweise |
|---|---|
| Barcode-Etikett | Linearer Barcode auf einem manipulationssicheren Etikett, gelesen mit einem Handscanner |
| QR-Code-Etikett | Wird mit der Handykamera gescannt und verweist häufig auf den Asset-Datensatz |
| RFID-Tag | Wird per Funk ohne Sichtkontakt gelesen, bevorzugt bei großen Beständen |
| Gravierte oder geprägte Plakette | Nummer in Metall gestanzt oder geätzt, für Außengeräte und raue Behandlung |
So gelangt das Etikett ins Inventar
Ein Etikett nützt nur, wenn es am selben Tag angebracht und erfasst wird, an dem das Gerät in Betrieb geht. Sonst laufen Zählung und physischer Bestand innerhalb weniger Monate auseinander.
- 1
Vergeben
Vergeben Sie vor der Ausgabe eine eindeutige Nummer aus der eigenen Nummernfolge der Organisation.
- 2
Anbringen
Befestigen Sie das Etikett am Gehäuse an einer sichtbaren Stelle, die Reinigung und Transport übersteht.
- 3
Erfassen
Tragen Sie die Nummer neben Seriennummer, Verantwortlichem und Standort in die Gerätekarte ein.
- 4
Prüfen
Vergleichen Sie bei jeder Inventur die Etiketten mit den Datensätzen und klären Sie Abweichungen.
Was Etiketten ermöglichen
Hat ein Gerät ein Etikett, unterstützt dieselbe Nummer mehrere Routineaufgaben:
- Körperliche Inventur: Gehen Sie eine Etage mit dem Scanner ab und gleichen Sie den Bestand mit dem Inventarsystem ab, statt anzunehmen, dass nichts verschoben wurde.
- Verantwortung: Bei einer Neuzuweisung bleibt das Etikett, der Datensatz des Nutzers ändert sich, sodass ein verlorener Gegenstand einen nachvollziehbaren letzten Verantwortlichen hat.
- Lebenszyklus und Finanzen: Kaufdatum, Garantie, Abschreibung und Ausmusterung hängen an der Nummer, auf die sich Buchhaltung und IT beziehen.
- Wartung: Reparaturen, Teiletausch und Supporttickets werden am Etikett erfasst, nicht an der Seriennummer eines Bauteils, die sich geändert haben kann.
Gruppierte und zusammengesetzte Objekte
Nicht jedes gekennzeichnete Objekt ist ein einzelner Computer. Ein Arbeitsplatz mit Monitor, Dockingstation und Tastatur kann als ein Paket ausgegeben und unter einem einzigen Asset-Etikett geführt werden, wenn die Organisation ihn als eine Einheit verwalten möchte.
Auch das Gegenteil kommt vor. Eine große Maschine kann mehrere Etiketten tragen, wenn ihre Hauptkomponenten, etwa ein Serverchassis und die darin verbauten Laufwerke, getrennt erfasst und abgeschrieben werden. Das Kennzeichnungsschema muss der Art entsprechen, wie die Organisation Geräte bilanziert, nicht nur dem physischen Aufbau.
So sieht es in Anexet aus
Im Anexet Inventory listet der Reiter Geräte auf der Arbeitsplatzkarte die gefundene Hardware mit Gerätetyp und Hersteller jeder Komponente. Ein gekennzeichneter Computer lässt sich so mit seinen echten Teilen abgleichen, und ein getauschtes Bauteil fällt leichter auf.
Grenzen und typische Ausfälle
Ein Etikett ist nur so gut wie die Disziplin drumherum. Aufkleber lösen sich oder werden übermalt, und ein Etikett an einem Bauteil, das später in ein anderes Gehäuse wandert, löst die Nummer lautlos vom Objekt, das sie kennzeichnen sollte.
Neue Geräte, die ohne Etikett direkt in Betrieb gehen, erzeugen eine Lücke, die die Inventur nie schließt. Ein unmarkiertes Gerät im Netz ist ein nicht autorisiertes Gerät, bis es jemand identifiziert. Deshalb werden Etiketten mit Seriennummern, Hostnamen und dem tatsächlich verbundenen Bestand abgeglichen und nicht als einzige Wahrheitsquelle behandelt.
Ein Etikett, das niemand mit dem Netz abgleicht, ist nur ein Aufkleber.
Wo Sie anfangen
Kennzeichnen Sie zuerst die Assets, deren Verlust oder falsche Erfassung am meisten kosten würde, und prüfen Sie die Etiketten danach in festen Abständen gegen das Netz. Ein Etikett, das niemand kontrolliert, ist nur Dekoration.
Ein Etikett ist das Versprechen, dass Datensatz und Objekt weiterhin zusammengehören.
Wie Anexet das löst
In Anexet ist das Feld Inventarnummer das eigene Inventaretikett der Organisation. Es wird neben der Seriennummer des Herstellers geführt und ersetzt sie nicht:
So bleiben das physische Etikett eines Geräts und sein digitaler Datensatz synchron, auch wenn sich die Komponenten im Inneren ändern.
Inventarnummer auf jeder Gerätekarte
Jede Geräte- und Computerkarte erfasst die Inventarnummer neben Seriennummer, Hersteller und Beschreibung. So sind das eigene Etikett der Organisation und die Identität des Herstellers an einer Stelle sichtbar.
Baugruppen unter einem Etikett
Mehrere Komponenten lassen sich zu einem zusammengesetzten Gerät mit einer gemeinsamen Inventarnummer gruppieren, so wie eine Organisation einen Arbeitsplatz als eine verantwortete Einheit ausgibt.
Felder für Verantwortlichen und Status
Jedes Gerät hat einen Status, eine verantwortliche Person und eine organisatorische Zuordnung bis zu Abteilung und Arbeitsort. Die Nummer führt also zum aktuellen Verantwortlichen und nicht nur zu einer statischen Beschreibung.
Nachvollziehbarer Verlauf
Jede Anlage, Löschung, Verschiebung und Änderung von Status oder Verantwortlichem wird in einem vollständigen, zuordenbaren Protokoll festgehalten. Der Verlauf eines Etiketts lässt sich so rekonstruieren, statt blind zu vertrauen.
Anexet Inventory
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